Ebersgöns

- Im Dorfe Ebersgöns
730 Einwohner (Stand 31.12.09).
Im Hochmittelalter gehörte Ebersgöns zu den Dörfern der Grafschaft Cleeberg. Seit 1298 war ein Teil des Dorfes nassauisch (bis 1816). 1816 kam die Gemeinde durch einen Tausch zum Königreich Preußen (zum Kreis Wetzlar). Preußisch blieb das Dorf bis 1945. Der preußische Landkreis Wetzlar wurde danach Teil des Landes (Groß-) Hessen. Am 1. Jan. 1975 übernahm die Stadt Butzbach die Kassengeschäfte der Gemeinde Ebersgöns (Altkreis Wetzlar) im Vorgriff auf die Eingliederung dieser Gemeinde am 1. Jan. 1977. Damit wechselte auch die Kreiszugehörigkeit, Ebersgöns gehört als Stadtteil Butzbachs heute zum Wetteraukreis.
Ebersgöns ist bis heute ein in ausgesprochen schöner landschaftlicher Umgebung gelegenes Dorf mit zahlreichen Fachwerkbauten im historischen Dorfkern. Es hat sich trotz des Dorfbrandes von 1776 ein stattlicher älterer Baubestand (vorwiegend des 18. und 19. Jahrhunderts) erhalten. Ein besonders attraktiver - alter und neuer - historischer Ortsmittelpunkt ist das vor einigen Jahren aufwendig renovierte Backhaus. Das altehrwürdige Gebäude wurde um 1684 erbaut und stellte über mehr als 250 Jahre ein "multifunktionales" Gemeinschaftshaus dar. Es ist als das ursprüngliche Gemeinde- und Rathaus der Gemeinde anzusprechen, das im Obergeschoß zunächst den Gemeindesaal (gleichzeitig für Ratsversammlungen), im Erdgeschoß auch die Backhausfunktion übernahm und dem nebenan der Gemeindeziegenstall angeschlossen war. An der Dorfstraße stehen die Reste eines "Leiterhauses", in dem früher die hölzernen Leitern und die langen Feuerhaken der Feuerwehr aufgehängt wurden (zur Bushaltestelle umgebaut).
Im Jahr 1997 konnte das Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes Ebersgöns, Stadtteils von Butzbach, vor genau 800 Jahren feierlich begangen werden. Besonders bekannt ist 'Ebers Göns' durch die Erfolge der Laienspielschar am Ort, deren Aufführungen von weitem besucht werden.
Neck- und Übernamen: die Ewersch-Gießer wurden als "Hoinkmenner" bezeichnet; sie konnten auf ihren aus Birnen gekochten Honig und den Birnensaft besonders stolz sein. (Dieter Wolf)
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